Der EURUSD bleibt angesichts von Gewinnmitnahmen und einer kurzen Erholung des US-Dollars schwach. Dies könnte auf eine Pause im jüngsten Aufwärtstrend des Euro hindeuten; das Ausbleiben einer unmittelbaren Fortsetzung bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass die Aufwärtsdynamik nachlässt.
Schwache Konjunkturstimmung sorgt für zusätzliche Vorsicht
Die Stimmung der deutschen Anleger ist auf den tiefsten Stand seit 2022 gesunken, was auf die eskalierenden Sorgen hinsichtlich des Konflikts im Iran zurückzuführen ist. Der Konjunkturstimmungsindex stürzte im April auf -17,2 ab und lag damit weit unter den erwarteten -5. Ebenso sank der ZEW-Konjunkturindex für die Eurozone auf -20,4 und verfehlte damit deutlich die erwarteten -14,0.
Mit Blick auf die Zukunft ist der EU-Konjunkturkalender für den Rest der Woche relativ ruhig. Daher dürften Bewegungen des US-Dollars, geopolitische Entwicklungen und Äußerungen von Entscheidungsträgern der Zentralbanken einen großen Einfluss auf das EUR/USD-Paar haben. Was die Daten angeht, wird das wichtigste Ereignis für den Euro in dieser Woche die für Donnerstag geplanten PMI-Daten aus Deutschland und der Eurozone sein.
Technischer Ausblick für EUR/USD
Die jüngsten Kursbewegungen deuten darauf hin, dass der Aufwärtstrend mittelfristig intakt bleibt. Kurzfristig besteht jedoch weiterhin ein bedeutender Widerstand bei 1,1850, einem kritischen Niveau, das die kurzfristigen Kursbewegungen beeinflussen könnte. Ein erfolgreicher Durchbruch über dieses Niveau würde eine Fortsetzung des aktuellen Aufwärtstrends bestätigen und könnte 1,1900 bis 1,1930 als Ziel erreichen. Gelingt es hingegen nicht, sich über diesem Widerstand zu halten, könnte dies zu einem kurzfristigen Rückgang führen, wobei die unmittelbare Unterstützung bei 1,1730 und die wichtige Unterstützung bei 1,1690 bis 1,1680 liegt.
Zusammenfassung: Technisch gesehen bleibt der mittelfristige Ausblick für den Euro positiv. Sollte der US-Dollar diese Woche jedoch an Stärke gewinnen, könnte der Euro kurzfristig weiter nachgeben.
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