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Gold stößt an einer entscheidenden Marke auf Widerstand; der Fokus richtet sich nun auf die US-PPI-Daten

Gold weist weiterhin eine bullische mittelfristige Struktur auf, doch das Tempo des jüngsten Anstiegs und das Scheitern, sich in der Nähe von 4.450 US-Dollar zu halten, machen es anfällig für weitere Gewinnmitnahmen.

Aug 13, 2026
4 Min. Lesezeit
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Der Goldpreis gab nach, nachdem er die wichtige Widerstandszone bei 4.450 US-Dollar pro Unze getestet hatte, da Händler nach einer starken Rallye auf ein Zweimonatshoch Gewinne mitnahmen. Der Spotpreis für Gold notiert derzeit bei rund 4.380 US-Dollar, obwohl die nachlassende Inflation in den USA und die gesunkenen Erwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung der Federal Reserve im September die allgemeinen Aussichten weiterhin stützen.


Das Edelmetall ist in diesem Monat um fast 9 % gestiegen, gestützt durch schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten. Anzeichen für eine Abschwächung des Arbeitsmarktes haben die Erwartungen einer baldigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank gedämpft, was den US-Dollar unter Druck gesetzt und die Attraktivität von zinslosen Anlagen wie Gold gesteigert hat.


Gold steht nach Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex vor einem weiteren Inflations-Test


Nach der Veröffentlichung der jüngsten Daten zum US-Verbraucherpreisindex baute Gold seinen Anstieg zunächst weiter aus. Die Dynamik ließ jedoch anschließend nach, da die Inflationszahlen für Juli weitgehend den Markterwartungen entsprachen. Erneute Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran haben für zusätzliche Unsicherheit gesorgt.


Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den Erzeugerpreisindex (PPI) für Juli und die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA, die beide während der New Yorker Handelssitzung für neue Volatilität sorgen könnten.

Der PPI ist ein wichtiger Indikator für die zugrunde liegende Inflation auf Erzeugerebene und könnte die Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik der Federal Reserve beeinflussen. Ein stärker als erwarteter Wert wäre im Allgemeinen negativ für Gold, da er die Zinserwartungen und die Renditen von US-Staatsanleihen antreiben könnte. Umgekehrt würde eine schwächere Produzenteninflation das Edelmetall wahrscheinlich stützen, da sie die Argumente für einen akkommodierenderen geldpolitischen Ausblick verstärken würde.


Händler werden zudem die Äußerungen von Tom Barkin, Mitglied des Offenmarktausschusses der Fed, und Beth Hammack, Präsidentin der Fed von Cleveland, im Auge behalten, um weitere Hinweise auf die Richtung der Geldpolitik zu erhalten.


Zeichnet sich eine gesunde Korrektur ab?


Die Rallye des Goldpreises scheint eine Pause eingelegt zu haben, nachdem der Kurs nahe der Obergrenze seines Aufwärtstrends auf Widerstand gestoßen ist. Nach dem anfänglichen Rückgang konsolidiert sich der Goldpreis nun um die 4.380-Dollar-Marke, während der Markt Gewinnmitnahmen verdaut und versucht, ein höheres Tief zu etablieren. Momentum-Indikatoren, darunter der Relative-Stärke-Index (RSI), deuten darauf hin, dass sich die Konsolidierung fortsetzen könnte, solange XAU/USD unterhalb des Pivot-Bereichs bei 4.450 Dollar bleibt.


Die erste Unterstützung liegt bei etwa 4.360 $. Sollte sich der Verkaufsdruck verstärken, könnte der Kurs in Richtung der Nachfrageszone bei 4.340/30 $ und 4.300 $ fallen. Dieser Bereich könnte erneutes Kaufinteresse wecken, sofern die übergeordnete bullische Struktur intakt bleibt.

Gold

Auf der Oberseite würde ein nachhaltiger Durchbruch über 4.450 $ die Kontrolle wieder an die Käufer zurückgeben und das psychologische Widerstandsniveau bei 4.500 $ ins Spiel bringen. Ein entschlossener Durchbruch dieser Barriere würde das kurzfristige Korrekturszenario entkräften und die Argumente für eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends stärken.

Ausblick


Gold behält eine bullische mittelfristige Struktur bei, doch die Geschwindigkeit seines jüngsten Anstiegs und das Scheitern, sich in der Nähe von 4.450 $ zu halten, machen es anfällig für weitere Gewinnmitnahmen. Der Bereich zwischen 4.450 und 4.500 US-Dollar bleibt eine wichtige Widerstandszone, wobei der jüngste Test einen sofortigen technischen Rückgang auslöste.


Obwohl der übergeordnete Trend weiterhin positiv ist, scheint der Markt nach seiner starken Erholung überkauft zu sein. Anstatt den Kurs auf dem aktuellen Niveau zu verfolgen, könnten Händler es vorziehen, auf eine Korrektur in Richtung der unteren Nachfragzone zu warten und potenzielle Kaufgelegenheiten von einem günstigeren Einstiegspunkt aus zu bewerten.

 


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