Der EUR/USD-Kurs notiert derzeit knapp unterhalb der kritischen Marke von 1,1600. Starke US-Konjunkturdaten und die hawkischen Prognosen der Federal Reserve stärken den Dollar weiter und üben Abwärtsdruck auf das EUR/USD-Paar aus. Eine Erholung von diesen Unterstützungsniveaus bleibt jedoch möglich, sobald der Abwärtsdruck an den Unterstützungsmarken nachlässt.
Fundamentalanalyse des Euro
Der Euro zeigte nach der Veröffentlichung eines robusten deutschen IFO-Geschäftsklimaberichts nur begrenzte Bewegungen und blieb in den letzten 24 Stunden innerhalb einer engen Handelsspanne. Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich in diesem Monat trotz anhaltender wirtschaftlicher Vorsicht unerwartet verbessert. Der deutsche IFO-Geschäftsklimaindex stieg im Mai auf 84,9 und übertraf damit die Erwartungen von 84,2. Unterdessen deuten die jüngsten PMI-Werte für Mai auf den stärksten Rückgang der Aktivitäten im europäischen Privatsektor seit Ende 2023 hin. Der zusammengesetzte PMI der Eurozone fiel im Mai von 48,8 im April auf 47,5 und verzeichnete damit den stärksten Rückgang seit über zwei Jahren. Deutschlands S&P Global Manufacturing PMI fiel im Mai auf 49,9 und signalisierte damit eine anhaltende Kontraktion im verarbeitenden Gewerbe.
Mit Blick auf die Zukunft zeigte der EUR/USD-Kurs während der frühen New Yorker Handelssitzung eine unentschlossene Preisentwicklung und schwankte zwischen leichten Gewinnen und Verlusten, ohne eine klare Richtung zu setzen. Starke US-Konjunkturdaten und hawkische Prognosen der Federal Reserve stärken den Dollar weiterhin und üben Abwärtsdruck auf das EUR/USD-Paar aus. Die Abwärtsrisiken scheinen jedoch begrenzt zu sein, da die Anleger hinsichtlich eines möglichen Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran in naher Zukunft optimistisch bleiben. Daher ist es entscheidend, alle neuen geopolitischen Entwicklungen aktiv zu verfolgen.
Technische Prognose für EUR/USD: Eine Erholung ist nicht auszuschließen
Das Währungspaar notiert derzeit knapp unterhalb der kritischen Marke von 1,1600. Auf der Abwärtsseite ist der wichtige Bereich um 1,1570 zu beobachten, der zuvor als Unterstützung gedient hat. Sollte der Markt stärkere Rückgänge verzeichnen, dürfte die Region um 1,1540/30 als entscheidende Unterstützung fungieren, um weitere Verluste zu begrenzen. Eine Erholung von diesen Unterstützungsniveaus bleibt jedoch möglich; sobald der Abwärtsdruck an der Unterstützung nachlässt, werden die Aussichten auf eine Erholung überzeugender. Derzeit scheint dieser Trend weniger auf anhaltende Schwäche hinzudeuten, sondern eher auf einen Markt, der versucht, sich von seinen jüngsten Tiefstständen zu erholen.
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