Der Goldpreis stand den ganzen Monat über unter starkem Verkaufsdruck. Obwohl sich der Goldpreis nach dem Erreichen eines neuen Mehrmonatstiefs am Montag wieder erholte, gelang es den Bullen nicht, die Aufwärtsdynamik aufrechtzuerhalten.
Gold erholt sich nur verhalten angesichts anhaltender Inflationssorgen
Das Edelmetall stand den ganzen Monat über unter starkem Verkaufsdruck. Obwohl sich Gold nach dem Erreichen eines neuen Mehrmonatstiefs am Montag erholte, gelang es den Bullen nicht, die Aufwärtsdynamik aufrechtzuerhalten. Die Marktlage bleibt angespannt, da Investoren Bedenken hinsichtlich eines möglichen Wiederanstiegs der Inflation äußern, insbesondere da sich der Konflikt im Iran der Ein-Monats-Marke nähert. Die Bemühungen zur Lösung der Situation scheinen ins Stocken geraten zu sein, nachdem der Iran den von den USA vorgelegten 15-Punkte-Vorschlag für einen Waffenstillstand abgelehnt hat.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels notiert Gold bei knapp 4.450 $. Mit Blick auf die Zukunft belasten ein stärkerer US-Dollar und die Erwartung höherer Zinsen weiterhin die Investitionsnachfrage nach Edelmetallen. Ein weiterer Rückgang der Goldpreise in den kommenden Monaten erscheint wahrscheinlich. Angesichts des jüngsten erheblichen Rückgangs ist jedoch kurzfristig eine weitere Erholung möglich. Insgesamt wird erwartet, dass der Markt aufgrund anhaltender geopolitischer Spannungen kurzfristig volatil bleibt.
Gold (XAUUSD) – Technischer Ausblick
Aus technischer Sicht deutet der Tageschart für Gold darauf hin, dass das Metall seine jüngsten Gewinne wieder abgibt. Auf der Unterseite wird eine bedeutende Unterstützung bei 4.410/00 $ prognostiziert, die heute früh gehalten hat; weiter unten wird Nachfrage bei etwa 4.370 $ erwartet, gefolgt von 4.300 $, die als nächste Unterstützungsstufe fungieren werden. Sollten die Bullen jedoch einen starken Umkehrschwung generieren können, könnte ein Liquiditätsanstieg den Weg für eine kurzfristige Erholung in Richtung des Widerstands oberhalb von 4.500/30 $ ebnen. Das starke bullische Szenario würde sich nur umkehren, wenn sich der Goldpreis über 4.530 $ festigen würde; an diesem Punkt könnte er bis zum nächsten Widerstandsniveau von 4.600/10 $ und dann bis 4.700/30 $ steigen.

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Die gängige Vorstellung davon, wie Finanzmärkte funktionieren, beruht oft auf einer vereinfachten Sichtweise des Kräfteverhältnisses zwischen Käufern und Verkäufern. Häufig wird behauptet, dass Preise steigen, weil der Markt von der Anzahl der Kaufwilligen dominiert wird. Diese Interpretation ist jedoch technisch ungenau und verhindert ein tieferes Verständnis der Marktdynamik. Der eigentliche Treiber des Wandels ist nicht die Anzahl der Teilnehmer, sondern das komplexe Zusammenspiel verschiedener Ordertypen und der Grad der Aggressivität, mit der diese Orders ausgeführt werden.
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