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Der Fokus verlagert sich von der Geopolitik auf die Zentralbanken

Diese Woche werden fünf große Zentralbanken ihre geldpolitischen Entscheidungen bekannt geben. In den nächsten 48 Stunden werden die US-Notenbank, die Bank of England und die Schweizerische Nationalbank ihre Zinsentscheidungen bekannt geben.

Jun 16, 2026
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Da sich die Spannungen im Nahen Osten entspannen, richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger zunehmend auf die Entscheidungen der großen Zentralbanken. Die globalen Märkte legten am Montag zu, gestützt durch geringere geopolitische Risiken und nachlassende Sorgen um die Energieversorgung. Die Entspannung folgte auf die Bekanntgabe eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran, das die Befürchtungen hinsichtlich Unterbrechungen der Energieversorgung milderte, nachdem Pläne zur Wiederöffnung der Straße von Hormus bekannt geworden waren.


RBA und BOJ läuteten die Woche der Zentralbanksitzungen ein


Diese Woche werden fünf große Zentralbanken ihre geldpolitischen Entscheidungen bekannt geben. Die Bank of Japan (BOJ) eröffnete die Woche am Dienstag mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte und hob die Zinsen auf 1,00 % an – ein Niveau, das seit 1995 nicht mehr erreicht wurde – und verzeichnete damit die erste Erhöhung seit Dezember.

Unterdessen entschied sich die Reserve Bank of Australia (RBA) dafür, den Leitzins nach drei aufeinanderfolgenden Anhebungen zu Beginn dieses Jahres bei 4,35 % zu belassen. RBA-Gouverneurin Michele Bullock betonte, dass die Inflation weiterhin ein Hauptanliegen sei, und deutete die Möglichkeit weiterer Straffungen an, falls erforderlich. Die Marktreaktionen fielen verhalten aus, da beide Entscheidungen den Erwartungen entsprachen.

Der Fokus richtet sich nun auf die Sitzungen des FOMC und der BOE  


In den nächsten 48 Stunden werden die US-Notenbank (Federal Reserve), die Bank of England (BOE) und die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre Zinsentscheidungen bekannt geben. Die Sitzung der Federal Reserve ist besonders bemerkenswert, da es die erste Sitzung von Kevin Warsh als Fed-Vorsitzender sein wird. Die Fed wird ihre nächste geldpolitische Entscheidung am Mittwoch bekannt geben, wobei Ökonomen davon ausgehen, dass die Zentralbank ihren Leitzins in einer Spanne von 3,5 % bis 3,75 % belassen wird. Folglich dürften die aktualisierten Zinsprognosen und die Pressekonferenz von Fed-Vorsitzendem Warsh nach der Sitzung mehr Gewicht haben als die Zinsentscheidung selbst.


Am Donnerstag werden die Bank of England (BOE) und die Schweizerische Nationalbank (SNB) zusammenkommen, um über die Zinssätze zu beraten. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass beide Zentralbanken die Zinsen aufgrund des schwachen wirtschaftlichen Umfelds und der unsicheren Inflationsaussichten unverändert lassen werden. Für die BOE wird prognostiziert, dass die Zinsen bei etwa 3,75 % bleiben, wobei Marktbeobachter genau auf Hinweise auf eine mögliche künftige Lockerung achten.

 


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