Der Bericht über die Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft (Non-Farm Payrolls, NFP) für Juni soll am Donnerstag um 12:30 Uhr GMT veröffentlicht werden – aufgrund des bevorstehenden US-Unabhängigkeitstags einen Tag früher als üblich.
Die Aufmerksamkeit des Marktes richtet sich auf die Haltung der Fed
Risikoanlagen legen am Donnerstagmorgen eine Pause ein, während sie auf den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht warten, der weitere Hinweise auf die Zinsaussichten geben dürfte. Diese Erwartung folgt auf enttäuschende Zahlen des ISM-PMI und von ADP zu Beginn dieser Woche. Die Marktteilnehmer preisen nach der Ernennung des neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh zunehmend eine straffere Geldpolitik ein. Derzeit deuten die Fed-Funds-Futures auf eine Wahrscheinlichkeit von 80 % für eine Zinserhöhung bis September 2026 hin, gegenüber etwa 62 % zu Beginn dieses Monats. Obwohl die jüngsten Äußerungen von Fed-Vorsitzendem Warsh auf eine geringere Dringlichkeit weiterer Zinserhöhungen hindeuteten, bleibt sein hawkischer Ton deutlich, wobei er betonte, dass „die Preise immer noch zu hoch sind und wir entschlossen sind, das 2-Prozent-Ziel zu erreichen“.
Die NFP-Zahlen werden die nächste Marktbewegung bestimmen
Der Bericht zu den Non-Farm Payrolls (NFP) für Juni soll am Donnerstag um 12:30 Uhr GMT veröffentlicht werden – aufgrund des bevorstehenden US-Unabhängigkeitstags einen Tag früher als üblich. Die NFP-Zahlen erfassen die monatlichen Beschäftigungsveränderungen ohne den Agrarsektor und dürften ein wichtiger Treiber für die Marktentwicklung sein.
Schätzungen zufolge wurden in den USA im Juni 114.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, wobei die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,3 % blieb. Ein Wert über den Erwartungen könnte die Marktvolatilität erhöhen und die restriktive Haltung der Fed bekräftigen oder eine weitere geldpolitische Straffung auslösen. Umgekehrt könnten Zahlen, die unter den Erwartungen liegen, die Marktstimmung verbessern und die Erwartungen einer Zinssenkung durch die Fed wiederbeleben.
Neben dem NFP-Bericht sollten Marktteilnehmer die bevorstehenden Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA sowie Reden verschiedener Vertreter der Federal Reserve im Auge behalten, da diese weitere Einblicke in die künftige Ausrichtung der Geldpolitik geben könnten.
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Die kommende Woche verspricht rege Marktaktivitäten, da mehrere Ereignisse mit hoher Volatilität anstehen. Der PCE-Bericht wird den Rahmen für die Inflationsentwicklung vorgeben, Nvidia und andere Technologieunternehmen werden die Gewinnaussichten auf die Probe stellen, und Warshs Rede in Jackson Hole wird die Reaktion der Fed prägen.
Mehr lesen →Der US-Anleihemarkt hat in den letzten Wochen gezeigt, dass der Preis des Geldes nicht allein bei den Sitzungen der Zentralbank festgelegt wird. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe stieg auf den höchsten Stand seit 2007, wobei am langen Ende der Zinskurve erheblicher Druck zu beobachten war. Das US-Finanzministerium kündigte daher an, ab September das maximale Volumen der Anleiherückkäufe von 2 Mrd. USD auf mindestens 4 Mrd. USD mindestens zu verdoppeln, wobei der Schwerpunkt vor allem auf Laufzeiten zwischen 10 und 30 Jahren liegen soll.
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