Das Protokoll der FOMC-Sitzung vom April, dessen Veröffentlichung für Mittwoch um 18:00 Uhr GMT vorgesehen ist, dürfte Einblicke in die internen Diskussionen der Zentralbank über Inflationsrisiken geben.
Bemerkenswerte Marktbewegungen vor Veröffentlichung des FOMC-Protokolls
Trotz des insgesamt seitwärts tendierenden Marktes kam es heute zu mehreren bemerkenswerten Marktbewegungen. Der Dollar-Index erreichte ein neues Sechs-Wochen-Hoch, da die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Erwartungen hinsichtlich möglicher Zinserhöhungen und anhaltender Inflationssorgen verstärkten. Die wichtigsten US-Indizes standen unter Abwärtsdruck und hatten Mühe, an Schwung zu gewinnen.
Die nachlassende Nachfrage nach Edelmetallen als sichere Häfen setzte sich fort, wobei sowohl der Gold- als auch der Silberpreis auf neue Mehrwochen-Tiefststände fielen, bevor sie sich teilweise erholten. Auch Bitcoin hatte Mühe, seine Dynamik aufrechtzuerhalten, obwohl der mittelfristige Ausblick positiv bleibt. Unterdessen baute der EUR/USD seine Verluste den zweiten Tag in Folge aus und notierte am Mittwoch während der europäischen Handelszeiten bei rund 1,1590.
Vorschau auf das FOMC- Sitzungsprotokoll vom April
Die Wahrscheinlichkeiten für eine Zinssenkung durch das FOMC, wie sie vom FedWatch-Tool der CME angezeigt werden, haben sich nach dem besser als erwarteten Inflationsbericht für April deutlich verschoben. Die Marktteilnehmer warten nun auf das Protokoll der geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank vom April, um weitere Hinweise auf den künftigen Kurs der Zinssätze zu erhalten. Die US-Notenbank behielt bei ihrer Sitzung im April ihren Zielkorridor für die Zinssätze bei 3,50 %–3,75 % bei, was die dritte unveränderte Sitzung in Folge darstellt. In der FOMC-Erklärung wurde betont, dass „die Inflation erhöht ist, was zum Teil den jüngsten Anstieg der globalen Energiepreise widerspiegelt“.
Das Protokoll der US-Notenbank vom April, dessen Veröffentlichung für Mittwoch um 18:00 Uhr GMT vorgesehen ist, dürfte Einblicke in die internen Diskussionen der Zentralbank über Inflationsrisiken geben, die sich aus den globalen Energieversorgungsengpässen ergeben. Die Veröffentlichung der besser als erwartet ausgefallenen US-Verbraucherpreis- und Erzeugerpreisindexdaten für April hat die Inflationssorgen wieder angefacht und die Finanzmärkte dazu veranlasst, ihre Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik der US-Notenbank rasch neu zu bewerten. Dennoch dürfte die Reaktion des Marktes auf das FOMC-Protokoll verhalten ausfallen, da die Sitzung vor der Veröffentlichung der jüngsten Inflationsdaten stattfand.
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Bitcoin setzte seinen Abwärtstrend fort, bedingt durch anhaltende Inflationsdaten, die die Erwartungen hinsichtlich einer Zinssenkung durch die US-Notenbank dämpften. Am Dienstagmorgen scheint das Abwärtspotenzial jedoch begrenzt zu sein, da Händler die Entwicklungen in der Lage zwischen den USA und dem Iran beobachten.
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