Die Devisenmärkte, die US-Aktienindizes und die Edelmetalle befinden sich derzeit in einer Konsolidierungsphase, während die Anleger auf den Inflationsbericht warten. Der CPI-Bericht für Juli wird entscheidend dafür sein, wie sich die Erwartungen hinsichtlich der nächsten geldpolitischen Entscheidung der Fed entwickeln.
Unter diesen Veröffentlichungen dürfte der Verbraucherpreisindex für Juli das wichtigste Ereignis der Woche sein und könnte zu erhöhter Volatilität an den globalen Märkten führen.
Vorschau auf die US-Verbraucherpreisinflation im Juli
Der Verbraucherpreisindex ist einer der am genauesten beobachteten US-Konjunkturindikatoren, da er die Zinserwartungen prägen und Währungen, Aktien, Anleihen sowie Edelmetalle beeinflussen kann.
Das Bureau of Labor Statistics wird am Mittwoch die CPI-Daten für Juli veröffentlichen. Die Märkte erwarten, dass die Gesamtinflation im Monatsvergleich um etwa 0,1 % steigen wird, während die Jahresrate voraussichtlich von 3,5 % auf rund 3,4 % zurückgehen wird. Der Kern-CPI, der die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, dürfte im Monatsvergleich um 0,2 % und im Jahresvergleich um 2,5 % steigen.
Marktpositionierung im Vorfeld der US-CPI-Daten
Die Devisenmärkte, die US-Aktienindizes und Edelmetalle sind in eine Konsolidierungsphase eingetreten, während die Anleger auf den Inflationsbericht warten. Gold setzte seine Erholung am Dienstag auf ein neues Monatshoch von 4.435 US-Dollar fort, bevor es einen Teil seiner Gewinne wieder abgab. Seitdem notiert es bei gedämpftem Handelsvolumen und mangels bedeutender wirtschaftlicher Impulse innerhalb einer engen Spanne.
Der Euro und das britische Pfund erreichten zu Beginn der Woche gegenüber dem US-Dollar neue Mehrwochenhochs, gestützt durch eine breit angelegte Schwäche der US-Währung. Beide Währungspaare haben sich seitdem konsolidiert, da der Dollar eine leichte Erholung verzeichnete. Der US-Dollar legte gegenüber einem Korb wichtiger Währungen leicht zu und profitierte dabei sowohl von der Zurückhaltung im Vorfeld des Verbraucherpreisindex-Berichts als auch von einer erneuten Nachfrage nach sicheren Anlagen. Unterdessen ist Bitcoin angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen und Unsicherheiten hinsichtlich der Inflationsaussichten, die weiterhin die Risikobereitschaft belasten, unter 64.000 US-Dollar gefallen.
Fazit
Die jüngsten Schwächen auf dem US-Arbeitsmarkt haben dazu geführt, dass Anleger ihre Erwartungen hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen gedämpft haben. Dennoch betonen Vertreter der Federal Reserve weiterhin, dass die Inflation trotz Anzeichen eines langsameren Beschäftigungswachstums ihr Hauptanliegen bleibt. Der bevorstehende Bericht zum Verbraucherpreisindex (CPI) für Juli wird entscheidend dafür sein, wie sich die Markterwartungen hinsichtlich des nächsten geldpolitischen Schritts der Fed entwickeln.
Derzeit sind die Zinsmärkte nahezu gleichmäßig gespalten hinsichtlich der Frage, ob die Federal Reserve im September eine Zinserhöhung vornehmen wird. Ein stärker als erwartet ausfallender Inflationswert könnte die Erwartungen verstärken, dass die Fed die höheren Zinssätze über einen längeren Zeitraum beibehalten wird – oder möglicherweise eine weitere Anhebung in Betracht zieht. Umgekehrt würde ein schwächerer Inflationsbericht wahrscheinlich die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Straffung verringern und die Forderungen nach einer akkommodierenderen geldpolitischen Haltung verstärken.
Achtung! Dieses Material ist nicht als Anlageberatung gedacht. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Renditen. Anlagen in Fremdwährungen können sich aufgrund von Wechselkursschwankungen auf Ihre Renditen auswirken. Jede Transaktion mit Wertpapieren kann sowohl zu Gewinnen als auch zu Verlusten führen. Die in diesem Material dargelegten Annahmen und Erwartungen sind lediglich Schätzungen, die möglicherweise nicht zutreffend sind und sich je nach den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen ändern können. Diese Aussagen stellen keine Garantie für zukünftige Renditen dar.
Nach Warshs Rede in Jackson Hole steigen die Erwartungen der Märkte hinsichtlich einer Zinserhöhung im September. Die entscheidende Frage bleibt, ob die kommenden Wirtschaftsdaten Warshs hawkisches Signal im Vorfeld der Fed-Sitzung am 16. September bestätigen werden.
Mehr lesen →
Am Montag könnte es weniger um eine neue wirtschaftliche Entwicklung gehen, sondern vielmehr darum, wer handeln muss, wie viel Liquidität zur Verfügung steht und wann diese Aufträge den Markt erreichen. Die letzte Stunde ist besonders entscheidend, da Aufträge zum Monatsende häufig zu den offiziellen Schlusskursen ausgeführt oder an diesen ausgerichtet werden.
Mehr lesen →