Die Zentralbanken weltweit bereiten sich auf eine wichtige Sitzungswoche vor. Die Federal Reserve wird am Mittwoch ihre Zinssätze bekannt geben, gefolgt von der Bank of England am Donnerstag und der Bank of Japan am Freitag.
Die Fed gibt am Mittwoch ihre jüngste geldpolitische Entscheidung bekannt
Es wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank die Zinsen bei ihrer Juli-Sitzung unverändert belässt. Allerdings haben steigende Ölpreise und Inflationsdruck die Erwartungen hinsichtlich einer möglichen Zinserhöhung verstärkt. Laut dem CME FedWatch Tool schätzen die Märkte die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve die Zinsen bei der FOMC-Sitzung am 29. Juli anheben wird, derzeit auf 36,3 %. Starke Inflationsdaten, hohe Ölpreise und geopolitische Spannungen haben zu dieser gestiegenen Wahrscheinlichkeit beigetragen. Diese Entwicklung hat den US-Dollar-Index (DXY) gestützt und die Realrenditen in die Höhe getrieben, was für renditearme Anlagen Herausforderungen mit sich bringt.
Da davon ausgegangen wird, dass die Fed die Zinsen unverändert im Bereich von 3,50 % bis 3,75 % belassen wird – was die fünfte Sitzung in Folge ohne Änderung wäre –, werden die Marktteilnehmer die Äußerungen von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh genau beobachten, um Einblicke in die künftige geldpolitische Ausrichtung zu gewinnen. Jede Änderung in seinem Tonfall hinsichtlich des Zinspfads könnte eine größere Auswirkung auf den Markt haben als die Entscheidung selbst.
Zinsentscheidungen der BOE und der BOJ
Die Bank of England wird am Donnerstag tagen. Trotz des Aufwärtsdrucks durch steigende Ölpreise wird erwartet, dass die BoE die Zinsen unverändert lässt, da die Entscheidungsträger Inflationsrisiken gegen Anzeichen einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums abwägen. Jüngste Daten, die darauf hindeuten, dass die Inflation im Vereinigten Königreich im Juni stärker als erwartet nachgelassen hat, bieten den Entscheidungsträgern eine gewisse Erleichterung.
Die Bank of Japan wird ihre Sitzung am Freitag abschließen. Es wird erwartet, dass sie die Zinsen bei der Sitzung am 31. Juli bei 1 % belässt, könnte jedoch angesichts anhaltender Inflationsdrücke eine weitere geldpolitische Straffung signalisieren. Diese Sitzung ist für Anleger nach der Ankündigung der Fed besonders wichtig, da der japanische Yen gegenüber dem US-Dollar auf den tiefsten Stand seit vier Jahrzehnten gefallen ist. Japan hat wiederholt seine Bereitschaft signalisiert, gegen übermäßige Währungsschwankungen einzugreifen, sodass jegliche Anpassungen der Leitlinien oder der Geldpolitik zu erheblichen Bewegungen bei den JPY-Währungspaaren führen könnten.
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