Die nächsten beiden Handelstage werden entscheidend dafür sein, ob Gold in eine tiefere Korrekturphase eintritt oder ob das kurzfristige Kaufinteresse die Preise über der 4.000-Dollar-Marke stützen wird.
Gold reagiert weiterhin empfindlich auf geopolitische Entwicklungen
Die Goldpreise stiegen am Montagmorgen über 4.100 US-Dollar, gestützt durch eine Pause in den Feindseligkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran am Wochenende, die die Sorgen um Inflationsdruck milderte. Das Edelmetall machte den Großteil seiner Verluste vom Donnerstag und Freitag wieder wett. Dennoch gab Gold gegenüber diesen Wochenhöchstständen leicht nach, da die Anleger auf weitere Signale der US-Notenbank warteten. Gleichzeitig sorgen die anhaltenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran weiterhin für Unsicherheit am Markt. Präsident Trump deutete an, dass die USA in „sehr intensive Gespräche“ mit dem Iran verwickelt seien, warnte jedoch gleichzeitig, dass militärische Maßnahmen weiterhin eine Möglichkeit darstellten, sollten die Verhandlungen scheitern.
Eine entscheidende Woche steht bevor
Diese Woche ist geprägt von einem vollgepackten Kalender mit Portfolio-Neugewichtungen zum Monatsende, geopolitischen Ereignissen und der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten, was auf anhaltende Volatilität in naher Zukunft hindeutet. Ob sich die Kursgewinne bei Gold nachhaltig durchsetzen, wird weitgehend von den Äußerungen des Vorsitzenden der US-Notenbank, Kevin Warsh, der Entwicklung des US-Dollars, dem bevorstehenden Inflationsbericht zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) in den USA, den aktuellen geopolitischen Entwicklungen sowie den Stellungnahmen anderer Entscheidungsträger der Fed abhängen. Zudem werden die Renditen von US-Staatsanleihen und die allgemeine Risikostimmung am Markt die Entwicklung des US-Dollars beeinflussen und sich damit auf die Goldpreise auswirken.
Technische Prognose für Gold (XAUUSD)
Die nächsten beiden Handelstage werden entscheidend dafür sein, ob Gold in eine tiefere Korrekturphase eintritt oder ob kurzfristiges Kaufinteresse die Preise über der 4.000-Dollar-Marke stützen wird. Insbesondere die jüngste Ablehnung des Edelmetalls nahe 4.100 Dollar erfordert besondere Aufmerksamkeit, um das Potenzial für weitere Kursverluste einzuschätzen.
Nach dem Abprallen oberhalb von 4.100 $ zog sich Gold auf die Unterstützungszone bei 4.030 $ zurück. Trotz dieses Rückgangs dürfte sich die Aufwärtsdynamik durchsetzen, solange die Preise über 3.960 $ bleiben. Händler sollten auf wertorientierte Kaufaktivitäten achten, die den Preis über 4.000 $ stützen, um neue Long-Positionen zu eröffnen. Umgekehrt würde ein Durchbrechen der 3.960 $-Marke die Kontrolle kurzfristig wahrscheinlich auf die Verkäufer verlagern.
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