Das EUR/GBP-Paar hat Schwierigkeiten, seine Aufwärtsdynamik vor der Entscheidung der BoE aufrechtzuerhalten. Die jüngste Erholung scheint in erster Linie auf die Glattstellung von Short-Positionen zurückzuführen zu sein und weniger auf einen deutlichen Anstieg der Spotnachfrage.
Die jüngste Erholung scheint in erster Linie durch die Glattstellung von Short-Positionen getrieben zu sein und nicht durch einen entscheidenden Anstieg der Spotnachfrage. Diese Unterscheidung ist wichtig: Ohne eine stärkere zugrunde liegende Kaufdynamik könnte es dem Währungspaar schwerfallen, seine Gewinne auszubauen – insbesondere angesichts einer bevorstehenden wichtigen geldpolitischen Ankündigung der Bank of England.
Nach der Entscheidung der Federal Reserve am Vortag richtet sich die Aufmerksamkeit des Marktes nun auf die Bank of England. Es wird allgemein erwartet, dass die BoE den Leitzins unverändert bei 3,75 % belässt, doch ihre geldpolitischen Leitlinien könnten sich als einflussreicher erweisen als die Entscheidung selbst.
Die Entscheidungsträger dürften an ihrer restriktiven Haltung festhalten, da steigende Energiekosten die Sorgen um anhaltenden Preisdruck verstärken. Die jährliche Verbraucherpreisinflation stieg im August auf 3,1 %, während sich auch die Erzeugerpreisinflation beschleunigte, was die Aussichten für die Geldpolitik erschwert. Höhere Kraftstoffpreise im Zusammenhang mit dem anhaltenden Iran-Konflikt sowie gestiegene Flugpreise trugen zu dieser Beschleunigung bei.
Eine strenger als erwartete Botschaft könnte das Pfund stärken und erneuten Abwärtsdruck auf das Währungspaar EUR/GBP ausüben. Umgekehrt könnte jeder Hinweis darauf, dass die Entscheidungsträger weniger besorgt über die Inflation sind, das Pfund schwächen und eine weitere Erholung des Währungspaares stützen.
Aus technischer Sicht bleibt das EUR/GBP-Währungspaar unter seinem einfachen gleitenden 200-Tage-Durchschnitt bei 0,8645. Damit bleibt der allgemeine Trend trotz der jüngsten Erholung weiterhin abwärtsgerichtet.
Derzeit sollte die Aufwärtsbewegung eher als Korrektur innerhalb eines etablierten Abwärtstrends betrachtet werden und nicht als Beginn einer bestätigten bullischen Trendwende. Ein nachhaltiger Durchbruch über den 200-Tage-SMA und den nahegelegenen Widerstand wäre erforderlich, um den technischen Ausblick zu verbessern.
Bis dahin bleibt das EUR/GBP-Paar anfällig für erneuten Verkaufsdruck, wobei die Entscheidung der Bank of England wahrscheinlich darüber entscheiden wird, ob die Erholung an Fahrt gewinnt oder nachlässt.
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