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USDJPY: Nach der starken Rallye ist eine Korrektur zu erwarten

Der USD/JPY hat seine Aufwärtsbewegung über die ursprünglichen Erwartungen hinaus ausgeweitet. Das Währungspaar hat die wichtige Marke von 161 überschritten und den bisherigen Höchststand von 161,90 getestet. Ist es Zeit für eine gesunde Korrektur?

Jun 24, 2026
3 Min. Lesezeit
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Der USD/JPY erreichte kurzzeitig das kritische Widerstandsniveau von 161,90 und markierte damit den schwächsten Stand des Yen seit fast 40 Jahren, bevor er angesichts wiederholter verbaler Interventionen von Vertretern der Bank of Japan, die dem japanischen Yen nur begrenzte Unterstützung boten, einen Teil seiner Gewinne wieder abgab. Finanzminister Katayama hatte bereits letzte Woche gewarnt, dass die Behörden „jederzeit bereit sind, entschlossene Maßnahmen zu ergreifen“. Nach Gesprächen mit US-Finanzminister Bessent bekräftigte Katayama seine Haltung, „bei Bedarf entschlossene Maßnahmen zu ergreifen“.


Fundamentalanalyse USD/JPY


Der USD/JPY hat seine Rallye über die ursprünglichen Erwartungen hinaus ausgeweitet. Das Währungspaar überschritt am Montag die wichtige Marke von 161 und testete den bisherigen Höchststand von 161,90. Dieser Anstieg wurde durch eine erneute Stärke des Dollars befeuert, die auf hawkische Äußerungen von Entscheidungsträgern der Federal Reserve und anhaltende geopolitische Bedenken zurückzuführen war.


Vor kurzem hob die Bank of Japan die Zinsen auf ein 31-Jahres-Hoch an, obwohl diese Maßnahme nur minimale Reaktionen am Markt hervorrief. Die jüngste Zusammenfassung der Meinungen aus der Juni-Sitzung der Bank of Japan deutete darauf hin, dass die Entscheidungsträger generell weitere Zinserhöhungen befürworten. Trotz der jüngsten Zinserhöhung und der hawkischen Äußerungen von BOJ-Vertretern hat sich der Yen weiter abgeschwächt. Derzeit üben die Markterwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve einen stärkeren Einfluss aus als Spekulationen über eine mögliche Zinserhöhung durch die BOJ.


Mit Blick auf die Zukunft wird der wichtige Inflationsbericht zu den privaten Konsumausgaben (PCE) in dieser Woche von entscheidender Bedeutung sein, da wichtige Wirtschaftsdaten die nächste Richtungsbewegung des Währungspaares bestimmen könnten. Anleger und Händler sollten zudem die verbalen Interventionen der Bank of Japan sowie die Erklärungen der Entscheidungsträger der Federal Reserve genau beobachten. Die letzte nennenswerte Korrektur erfolgte Anfang April, als das japanische Finanzministerium Berichten zufolge während der Golden Week rund 63 Milliarden US-Dollar zur Stützung des Yen ausgab. Trotz dieser Intervention erholte sich das Währungspaar, nachdem es sich knapp unter der Marke von 155 gehalten hatte, und verzeichnete seitdem einen starken Aufschwung.


Zeit für eine technische Analyse


Technisch gesehen bleibt die allgemeine Dynamik bullisch, da das Paar sowohl über dem 200-Tage- als auch über dem 100-Tage-einfachen gleitenden Durchschnitt (SMAs). Dennoch werden nach diesem Momentum-Anstieg ein gesunder Rückzug und eine Konsolidierung erwartet, da das Risiko einer stärkeren Korrektur angesichts der aktuellen Kursniveaus des Yen gestiegen ist. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels notiert USD/JPY nahe 161,80. Ein Rückgang von den aktuellen Niveaus dürfte zunächst das Unterstützungsniveau bei 161,00 ins Visier nehmen, gefolgt von weiterer Unterstützung im Bereich von 160,50–160,00. Auf der Oberseite sind wichtige Widerstandsniveaus nahe 162,00 und 162,40 zu beobachten.


eurnzd


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