Ein Swap ist eine der weniger sichtbaren, aber sehr wichtigen Komponenten beim Handel mit CFDs (Contracts for Difference). Er stellt eine tägliche Zinsgebühr oder ein Einkommen dar, das berechnet wird, wenn ein Händler eine Position über Nacht offen hält. Obwohl sie auf den ersten Blick unbedeutend erscheinen mag, kann sie über längere Handelsperioden hinweg einen erheblichen Einfluss auf das endgültige Handelsergebnis haben.
Warum wird ein Swap in Rechnung gestellt?
Beim Handel mit CFDs setzt der Händler eine Hebelwirkung ein, was bedeutet, dass ein Teil des Kapitals vom Broker geliehen wird. Dieser Kredit muss finanziert werden, und deshalb wird ein Swapsatz berechnet, wenn eine Position länger als einen Tag gehalten wird. Der Swap-Satz spiegelt somit die Kosten für die Finanzierung einer offenen Position wider, während die Höhe der Gebühr oder der Zinsen von mehreren Faktoren abhängt - hauptsächlich von den Zinssätzen in der betreffenden Volkswirtschaft, der Art des gehandelten Vermögenswerts, dem Umfang der Position und der Handelsrichtung, d. h. ob es sich um eine Kauf- oder Verkaufsposition handelt. In einigen Fällen kann der Swap positiv sein, was bedeutet, dass der Händler Zinsen erhält, wenn er beispielsweise eine Position in einem Vermögenswert mit einem höheren Zinssatz hält. Häufiger handelt es sich jedoch um einen negativen Swap, der den Gewinn verringert oder den Verlust erhöht, wenn eine Position über einen längeren Zeitraum gehalten wird.
Wie und wann wird der Swap berechnet?
Der Swap wird täglich berechnet, und sein Wert wird automatisch in den Saldo des Handelskontos aufgenommen. Die meisten Broker berechnen ihn nach dem Ende des Handelstages, in der Regel gegen 23:00 Uhr Serverzeit. Zu berücksichtigen ist auch der so genannte Triple-Swap, der einmal pro Woche - in der Regel am Mittwoch - berechnet wird. Diese dreifache Gebühr deckt den Wochenendzeitraum ab, in dem die Märkte geschlossen sind, die Finanzierung offener Positionen aber weiterläuft. Händler sollten diese Regel vor allem bei längerfristigen Strategien berücksichtigen, da sie sich bei größeren Positionen durchaus bemerkbar machen kann.
Swap als Teil einer Handelsstrategie
Bei kurzfristigen Geschäften, wie Intraday- oder Scalping-Strategien, hat der Swap eine vernachlässigbare Auswirkung. Beim Positions- und Swing-Handel hingegen wird er zu einem bedeutenden Faktor, der in das gesamte Risikomanagement einbezogen werden muss. Einige Strategien nutzen einen positiven Swap sogar als zusätzliche Einkommensquelle - den so genannten Carry Trade. In der Praxis bedeutet dies, dass der Händler Positionen hält, für die täglich Zinsen gutgeschrieben werden, wobei er nicht nur an der Kursbewegung, sondern auch an der Zinsdifferenz verdient.
Fazit
Ein Swap ist ein natürlicher Bestandteil des CFD-Handels und stellt einen Kostenfaktor dar, der sich aus dem Einsatz eines finanziellen Hebels ergibt. Es gibt keinen Grund, ihn negativ zu sehen, aber es ist wichtig, ihn bei der Planung von Geschäften aktiv zu berücksichtigen. Ein Händler, der das Prinzip der Swaps versteht, hat eine bessere Kontrolle über seine Positionen, kann das Risiko genauer steuern und Faktoren berücksichtigen, die auf dem Chart nicht sofort sichtbar sind.
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